Lama und Alpaka Normale Vitalfunktionen und körperliche Untersuchungsparameter

– Herzfrequenz: 60-90 BPM, gefunden durch Abhören (Auskultieren) mit Stethoskop im vliesfreien Bereich unter dem Ellbogen. Die Herzfrequenz kann aufgrund von Bewegung/Anstrengung/Aufregung, Stress, Fieber oder Schmerzen erhöht sein. Arrhythmien sind bei SACs üblich – im Allgemeinen keine große Sache.

-Temperatur: Variiert von 99,5 bis 102F. Neugeborene sind nicht in der Lage zu thermoregulieren und haben einen größeren Temperaturbereich. Umgebungstemperaturen können die Körpertemperatur stark beeinflussen. SACs sind anfällig für Hitzestress und es muss darauf geachtet werden, dass Kühlsysteme (Schatten, Vernebler und Ventilatoren) verwendet werden.

– Atemfrequenz in Ruhe: Variiert von 10-30 BPM, kann aufgrund von Vlies mit Stethoskop schwer zu hören sein. Achten Sie auf das Heben und Senken des Brust-/Flankenbereichs oder legen Sie die Hand vor die Nasenlöcher, um den warmen Atem zu spüren.

Die Atemfrequenz kann aufgrund von Bewegung/Anstrengung/Aufregung, Stress, Fieber, Krankheit (z. B. Lungenentzündung), Obstruktion oder Schmerzen erhöht sein

– Schleimhäute und Wiederauffüllzeit der Kapillaren: Überprüfen Sie nicht pigmentierte Bereiche des Zahnfleisches, sie sollten hellrosa, feucht sein und beim Drücken mit der Fingerspitze sollte die Farbe in 1-2 Sekunden zurückkehren. Die Vulva kann auch untersucht werden, wenn das Pigment die gesamte Mundhöhle bedeckt.

– Temperament/Einstellung: Jedes Tier ist anders, daher sind Ihre Beobachtungen von entscheidender Bedeutung! Achten Sie auf „normale“ Verhaltensweisen sowohl für Einzelpersonen als auch für die Herde. Achten Sie auf Isolation, Versagen beim Fressen, übermäßig ruhige Tiere, plötzliche Aggression … alles Ungewöhnliche

– Körperkondition: Idealerweise sollten die Tiere das ganze Jahr über gewogen werden. Fleece kann auch einen stark abgemagerten Zustand kaschieren, daher sollte nach Möglichkeit eine gründliche Palpation des Körpers (insbesondere der knöchernen Teile) durchgeführt werden.

– Gangart: Bewegt das Tier im Schritt, Pass, Trab und Galopp alle Gliedmaßen normal? Wenn ein bestimmtes Glied nicht belastet wird, deutet dies wahrscheinlich auf Schmerzen oder Verletzungen hin.

-Exterieur: Achten Sie bei der Beurteilung der Gesundheit genau auf die Kopf- und Halshaltung. Ein schwacher, kranker oder depressiver SAC hält den Kopf tiefer (gestreckt) oder wölbt ihn über den Brustkorb zurück.

– Augen, Ohren und Mund: Die Augen sollten weit geöffnet und klar sein. Der Globus sollte glatt sein. Schielen und Reißen sind Anzeichen für ein Problem. Die Ohren sollten sich in einer normalen Position befinden und sich entsprechend der Stimulation bewegen. Ein hängendes Ohr (insbesondere bei geneigtem Kopf) oder ein übler Geruch weisen auf ein potenzielles Problem hin. Der Mund sollte symmetrisch und funktionell sein. Beobachten Sie die Tiere während der Fütterung, um ein normales Kau- und Schluckverhalten sicherzustellen.

– HINWEIS: Jeder (!) sollte ein Thermometer besitzen, das für die Verwendung bei Tieren bestimmt ist. Wissen Sie außerdem, wo es sich befindet, und verwenden Sie es bequem. Ein preiswertes Stethoskop kann auch praktisch sein. Halten Sie immer grundlegende Wundversorgungsmaterialien vor Ort bereit (Betadin- oder Novalsan-Peeling, dreifach antibiotische Salbe, Vetwickel, Antihaft-Pads, Augenspülung mit Kochsalzlösung, saubere Waschlappen oder Handtücher …). mit Ihrem Tierarzt.